Öffnungszeiten:

Mo.-Do. 7.30-20.00 Uhr
Fr. 7.30-18.00 Uhr

Telefon:

0221-7158455

Morbus Parkinson

Ursache:

Die Ursache für diese Erkrankung ist unbekannt.

Was passiert bei Morbus Parkinson?

Bei Morbus Parkinson kommt es zu einem Absterben von Nervenzellen in einem bestimmten Areal des Gehirns (Substantia nigra). Die betroffenen Nervenzellen sind für die Herstellung/ den Transport von Dopamin zuständig. Dopamin ist ein Botenstoff, der wiederum wichtig für die Initiierung und Steuerung von Bewegungen ist. Die Auswirkungen des Dopaminmangels (welche sich erst zeigen, wenn 55-60% der entsprechenden Nervenzellen abgestorben sind) spiegeln sich in den im Folgenden beschriebenen Symptomen wieder.

Leitsymptome:

– Muskelsteifheit (Rigor)

– Zittern (Tremor)

– die Bewegungen werden langsamer und weniger (Hypokinese)

– Verlangsamung der geistigen Prozesse (Bradyphrenie )

Beginn und Häufigkeit:

Der Beginn der Erkrankung/ die ersten Symptome zeigen sich meist zwischen dem 50. und dem 80. Lebensjahr. Selten tritt die Krankheit schon in früheren Lebensjahren auf. Man geht davon aus, dass in Deutschland derzeit ca. 300.000 bis 400.000 Menschen von der Krankheit betroffen sind.

Die Bedeutung der Physiotherapie bei Morbus Parkinson:

Neben der medikamentösen Behandlung spielt die Physiotherapie eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Morbus Parkinson.

Für die Behandlung ist es wichtig zu wissen, dass Morbus Parkinson einen degenerativen Verlauf hat. Das heißt, die Krankheit kann nicht geheilt werden und die Symptome treten im Laufe der Zeit immer deutlicher in Erscheinung, wobei der Verlauf von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein kann.

Was bedeutet dies nun für unsere therapeutische Arbeit? Und was hat der Patient davon? Durch eine gezielte und regelmäßige Behandlung des Patienten kann:

– einer Rückbildung der Muskulatur entgegengewirkt werden

– einer Versteifung der Gelenke vorgebeugt werden

– Veränderungen am Bewegungsablauf erkannt und positiv beeinflusst werden

– alltägliche Bewegungen trainiert werden, wodurch die einzelnen Funktionen länger erhalten bleiben

– die LEBENSQUALITÄT des Patienten verbessert werden und somit auch dessen Teilnahme am Alltag

Inhaltlich genauere Angaben können wir an dieser Stelle nicht machen, da unsere Behandlung keinem bestimmten Schema folgt, sondern zielgerichtet auf die individuellen Probleme des Patienten eingeht. Denn wie bereits gesagt ist „Parkinson nicht gleich Parkinson“, da jeder Patient eine andere Vorgeschichte, eventuell andere Nebendiagnosen und individuelle Stärken und Schwächen mit sich bringt.

Ergänzend zur Physiotherapie bietet sich ein gezieltes, therapeutisch begleitetes Training in unserem Trainingsbereich an. Auch mit unserem SRT-Gerät haben wir gerade in diesem Bereich gute, wenn nicht sogar überraschend sehr gute Erfahrungen gemacht!

Je nach Ausmaß der Symptome kann eine zusätzliche Begleitung des Patienten durch Ergo- bzw. Logopädie förderlich sein.