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Impingementsyndrom Schulter

Auch: Engpass-Syndrom oder Supraspinatus Syndrom

Anatomie

SchulterDas Schultergelenk ist ein hauptsächlich durch Muskeln und Bänder gesichertes Gelenk. Dies gewährleistet ein großes Bewegungsausmaß in alle möglichen Bewegungsrichtungen.

Zum Schutz der Sehnen befinden sich an Engstellen Schleimbeutel, z. B. zwischen Schulterdach und Oberarmknochen. Diese können bei Fehlbelastung/ Überlastung gereizt werden.

 

Ursachen des Impingement- Syndroms der Schulter

Man unterscheidet zwischen einem primären und sekundären Impingement- Syndrom.

Primär: Hierbei handelt es sich um eine knöcherne Veränderung des Schulterdachs (Acromion) oder des Oberarmknochens (Humerus), wodurch eine Enge zwischen selbigen entsteht. Somit wird der Druck auf dazwischen liegende Sehnen und ggf. auf den Schleimbeutel erhöht.

Sekundär: Durch muskuläre Dysbalancen und Fehlhaltungen kann sich der Oberarm nach oben/ vorne verlagern, wodurch eine Enge zwischen den oben genannten Strukturen entsteht.

Wer kann betroffen sein?

Häufig sind Menschen, die viel über Kopfhöhe arbeiten betroffen, z. B. Anstreicher und KFZ- Mechatroniker, aber auch Sportler mit einer vermehrten Bewegung über Kopf, z.B. Tennis.

Mögliche Symptome

– Schmerz der betroffenen Schulter bei Bewegung

– Schmerz beim Halten und/ oder Heben von Gegenständen

– Ruheschmerz

– Schulter-Nacken-Schmerz bis zur Brustwirbelsäule ziehend

– ausstrahlender Schmerz in den gesamten Arm

– Bewegungseinschränkung des Armes nach oben, hinten und zur Seite

Mögliche Begleitsymptome:

– Schleimbeutelentzündungen (Bursitis)

– Sehnenreizungen (Tendopathie)

– Reizung der schulterumliegenden Gelenkkapsel

– Schädigung der schulterstabilisierenden Muskulatur (Rotatorenmanschette)

Therapie

Am Anfang der Therapie steht die konservative Behandlung.

Neben der ärztlichen Behandlung sollten die schmerzhaften Bewegungen auf bestimmte Zeit vermieden werden. Zusätzlich ist eine physiotherapeutische Behandlung für die bestmögliche Heilung förderlich.

In einigen Fällen muss die Schulter operativ behandelt werden. Hier wird die Engstelle erweitert und ggf. Folgesymptome behoben (z.B. Refixation der Rotatorenmanschette, Entfernung von Verkalkungen).

Bei der Nachbehandlung des operativen Verfahrens entscheidet primär der Operateur das weitere Procedere. Physiotherapie wird ein Teil davon werden. Hier wird unter anderem auf Defizite und Dysbalancen der Schultergürtelmuskulatur eingegangen. Ebenso werden Fehlhaltungen durch gezieltes/ ausgewogenes Muskeltraining korrigiert.

Ab dem Zeitpunkt der Vollbelastung und der schmerzfreien Bewegungsmöglichkeit gewinnt die Förderung der Schultergürtelmuskulatur und der Aufrichtung immer mehr an Wichtigkeit. Physiotherapie und medizinisches Aufbautraining an Geräten stehen hierbei im Vordergrund.